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Abschied von Gili und Wanderung auf den Mount Batur

Abschied vom Lieblingshotel und Wanderung auf den Mount Batur

Montag – Abschied von Gili Teak

Gestern mussten wir uns von unserem schönen Hotel in Gili Trawangan verabschieden. Damit uns der Abschied etwas leichter fällt, war unser Frühstück nicht so fein wie die anderen Male. Der Fruchtsaft war etwas wässerig und beim Essen fehlte das Salz. Wir waren aber trotzdem sehr zufrieden mit dem Hotel, auch wenn das letzte Frühstück nicht so gut war. Wir verabschiedeten uns vom Personal und machten uns mit einer Pferdekutsche auf den Weg zum Bluewater-Express. Sogar Edy, den wir am Vorabend kennen gelernt haben, kam vorbei um sich zu verabschieden. Er hatte sich wirklich sehr über das Sackmesser gefreut, dass wir ihm geschenkt hatten! :)

 

Beim Bluewater-Express ging alles reibungslos mit dem einchecken. Wir warteten noch etwas da wir natürlich wieder viel zu früh waren und konnten dann um ca. 12.00 Uhr mit wenig Verspätung aufs Schnellboot. Das Boot war ziemlich klein und das war wahrscheinlich auch der Grund, warum es so geschwankt hatte. Am Anfang ging es noch ganz gut, ich habe sogar etwas geschlafen, aber die letzte Stunde war ziemlich übel! Musste mich wirklich sehr konzentrieren, damit ich mich nicht übergeben musste. War jederzeit bereit loszurennen, aber zum Glück haben wir es ohne Zwischenfall an Land geschafft. Die Fahrt dauerte etwa 2.5 Stunden.

 

In Serangan mussten wir nochmals kurz auf unser Shuttle warten, das jedoch im Preis vom Boot inbegriffen war, und dann wurden wir zu unserem Hotel in Legian gefahren. Im «Ossotel» wurden wir freundlich empfangen und eine nette Dame hat uns alles Wissenswerte kurz erklärt. Wir haben einen Willkommensdrink bekommen und im Zimmer standen sogar Früchte bereit. Obwohl das Zimmer am anderen Ende des Hotels ist, ist es ganz schön und gut ausgestattet, sogar mit einem Balkon.

 

Wir packten noch etwas aus und machten uns dann auf den Weg zum Strand. Hier sieht es etwas anders aus als auf der Insel! Der Strand ist sehr viel breiter. Wir setzten uns unter einen Schirm und tranken ein Bintang. Natürlich kamen auch schon bald ganz viele Verkäufer vorbei, aber wir konnten ja nicht schon am ersten Abend alles kaufen! ;)

 

Danach liefen wir noch etwas durch die Strassen von Legian und entschieden uns dann für das «Itu Itu (Three Brothers)-Restaurant». Wir hatten Lust auf Pizza, also bestellten wir uns auch Pizza. Ist zwar nicht sehr Indonesisch, aber man isst ja in der Schweiz auch nicht nur Schweizer Gerichte. ;-)

 

Später gingen wir zurück zum Hotel, freuten uns über das Bettmümpfeli, lasen noch etwas und legten uns dann schlafen, da wir um 1.40 schon wieder aufstehen mussten.

 

Dienstag – Mount Batur

Als der Wecker klingelte waren wir zwar schnell wach, aber noch nicht so fit. Wir zogen uns schnell an, denn um 2.00 Uhr kamen bereits Rahel und ihr Fahrer, um uns abzuholen, damit wir vor Sonnenaufgang auf dem Mount Batur sein würden. Michael kennt Rahel noch von seiner Maturaarbeit (und aus dem Schweizer «Social Media Kuchen») und per Zufall sind wir gerade gleichzeitig auf Bali, also beschlossen wir die Wanderung zusammen zu machen.

Wir fuhren zuerst 2 Stunden mit dem Auto und um ca. 4.00 Uhr starteten wir mit unserem neuen Guide Gede unser Aufstieg. Zuerst war es noch ganz einfach und eher flach, aber an den Taschenlampen-Lichtern, die wir weiter oben sahen, würde das nicht so bleiben. Als wir in der Hälfte waren, sagte unser Guide wir wären «strong», mit anderen Touristen hätte er bis hierhin bereits 2-3 Pausen gemacht. Aber wir meinten, wir seien aus der Schweiz, da wäre das normal. ;-)

Von hier aus wurde es dann auch strenger. Hier ging es ziemlich steil bergauf und es hatte relativ grosse Absätze mit vielen losen Steinen. Ich war froh, dass wir etwas Stau hatten, denn ich hätte das Tempo von unten wohl nicht bis zum Schluss durchziehen können… Nach knapp 2 Stunden kamen wir oben an und die Aussicht war wirklich traumhaft. Zwischendurch kam etwas Nebel, aber er verzog sich immer relativ schnell wieder und zum Sonnenaufgang war es glücklicherweise klar. Es war wirklich wunderschön und der Aufstieg dafür hat sich wirklich gelohnt! Aber seht selbst auf den Bildern:

 

Da es auch mit Pulli etwas kühl war, vor allem, weil wir total verschwitzt waren, machten wir uns dann bald nach dem Sonnenaufgang wieder bereit für den Abstieg. Ich hatte meine Stöcke montiert und war wirklich froh, dass ich sie dabei hatte. Es war ziemlich rutschig und wir haben doch einige Stürze gesehen. So wie es aussah aber wenigstens ohne allzu grosse Schmerzen. Wir machten noch einen Halt, um den Krater (oder den Nebel vor dem Krater – man sah nicht so viel) anzuschauen und ein Loch, wo es warm rausdampfte. Auch Äffchen hatte es auf dem Weg, die süss waren. Ob männlich oder weiblich, die haben alle einen Bart und Schnauz! :D

 

Der Weg nach unten kam uns viel länger vor, vor allem der letzte Teil war endlos. Aber wir schafften es dann doch noch und unser Fahrer «Gede» (hat den gleichen Namen wir unser Guide) wartete bereits auf uns. Er fuhr uns dann zu einem Restaurant, wo wir ein indonesisches Frühstück mit toller Aussicht auf den Vulkan geniessen durften. Zuerst brachte uns die Kellnerin nur etwas weissen Reis und Gemüse dazu. Als uns dann die Kellnerin mitteilte dass der Lemon Tea separat bezahlt werden müsse, waren wir schon sehr enttäuscht! Sie sagte dann der normale Tee und Kaffee wären inklusive; also nahmen wir den normalen Schwarztee, da wir nicht noch extra zahlen wollten, wenn das Frühstück schon so mickrig ist. Als wir dann den Reis und das Gemüse verteilt hatten, kam sie mit weiteren Tellern voller Essen (sogar noch Früchte am Schluss) und am Schluss stand vor uns ein feines, riesiges Frühstück dass für mindestens 6 Personen gereicht hätte. Das Frühstück war wirklich sehr fein, aber leider mussten wir den grössten Teil wieder zurückgeben, da wir einfach nicht mehr essen konnten.

 

Mit vollem Magen brachte uns Gede nach einer langen Fahrt mit viel Verkehr wieder zum Hotel. Wir verabschiedeten uns wieder von Rahel und sie fuhr dann zurück nach Sanur.

Michael und ich ruhten uns noch etwas aus und erkundeten noch etwas die Strassen rund um das Hotel. Später tranken wir etwas im hoteleigenen Restaurant «Romeos» und assen nachher auch noch unser Abendessen da. Das Restaurant ist zwar etwas teuer, aber das Essen war wirklich sehr fein!